Nagetiere bei der Winterienlagerung von Sonnenschirmen

Wie Sie Ihre Sonnenschirme vor Nagetieren schützen

Endlich Frühling! Die Tage sind spürbar länger, die Sonne scheint schon kräftig und die Temperaturen sind an manchen Tagen bereits sehr angenehm. Höchste Zeit also, Tische, Stühle sowie Sonnenschirme aus dem Winterquartier zu holen und ins Freie zu stellen.

Doch oh Schreck! Beim ersten Aufspannen zeigen sich in der Schirmbespannung größere und kleinere Löcher, die sich bei näherem Hinschauen als Knabberspuren entpuppen.

Was ist passiert?

Vor allem während der kalten Monate suchen kleine Nagetiere, allen voran Hausmäuse, dort Unterschlupf, wo es warm und trocken ist und wo sie ausreichend Nahrung finden. Deshalb sind im Winter Speicher und Keller menschlicher Behausungen ideale Rückzugsgebiete von Mäusen. Die meisten Arten leben in lockeren Familienverbänden, die sich ungeniert an Vorräten und Abfällen bedienen und als Unterschlupf alle Materialien bevorzugen, aus denen sich bequeme Nester bauen lassen. Was könnte also kuscheliger sein und sich besser zur Aufzucht der Jungen eigenen, als ein Schlafplatz aus kleingeschnipselter Sonnenschirmbespannung?

Sonnenschirme keinesfalls auf dem Boden lagern!

Ob in der Garage, im Keller oder auf dem Speicher: Bitte lagern Sie Ihre Sonnenschirme niemals auf dem Boden. Stattdessen sollten Sie es den Nagern so schwer wie möglich machen, an die Schirme heranzukommen. Am besten wäre eine Konstruktion, auf der die Schirme frei unter der Decke „schweben“. Zudem sollte jeder Schirm in einer stabilen Schutzhülle, die das Durchnagen erschwert, stecken.

Wie können Sie verhindern, dass sich Nager dauerhaft einnisten?

In erster Linie sollten Sie Mäusen & Co. weder Schlupfmöglichkeiten noch Nahrung anbieten. Komposthaufen, auf denen Küchenabfälle entsorgt werden, unaufgeräumte Schuppen mit vielen Ritzen und Spalten, Speicher, auf denen Lebensmittel lagern oder „undichte“ Garagen laden Mäuse regelrecht ein. Um zu verhindern, dass die Nager ins Haus gelangen, genügt es häufig schon, Garagentore oder Kellertreppen mäusesicher zu machen.

Mäuse im Haus, was nun?

Für diese Saison ist das Problem vermeintlich gelöst. Sie haben ihre Sonnenschirme neu bespannen lassen. Doch Nager sind nicht nur lästige Untermieter, die teilweise immense Schäden anrichten können, sondern auch gefährliche Hygieneschädlinge, die in menschlichen Nutzräumen nichts zu suchen haben! Sofern Sie sich keine Katze als natürlichen Mäusefänger anschaffen möchten, sollten Sie auf folgende Bekämpfungsmethoden zurückgreifen:

– Bekämpfung der Ursachen: Nager kommen ins Haus, weil Sie hier Futter finden. Dabei beißen Sie sich notfalls auch durch Plastik. Deshalb gilt es, alle Schlupfmöglichkeiten mit Glas oder Metall sicher zu verschließen. In Altbauten ist es allerdings häufig nicht möglich, jeden Durchbruch und jedes Schlupfloch 100-prozentig zu sichern. Fehlt jedoch Futter, hält sich Plage zumindest in Grenzen.

– Unter dem Motto: „Mit Speck fängst Du Mäuse!“ sollten Sie versuchen, die Plagegeister mit Fallen wegzufangen, wobei Lebendfallen immer vorzuziehen sind. Lebendig gefangene Nager sollten Sie mindestens 100 Meter vom Lagerungsort Ihrer Sonnenschirme entfernt in der Natur wieder aussetzen.

Vom Ausprobieren diverser Hausmittel und dem Einsatz von Mäuse- oder Rattengift raten wir dringend ab. Im Zweifel ist es besser, einen Fachmann zurate zu ziehen, einen anderen Lagerungsort zum Überwintern der Sonnenschirme zu wählen oder, falls möglich, die Schirme mit robusten Schutzhüllen versehen, draußen stehen zu lassen.

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