Markise als Sonnenschutz beim Auszug abbauen?

Einen Sonnenschirm auf dem Balkon oder der Terrasse aufzustellen, wird ein Vermieter seinen einzelnen Mietparteien kaum verhindern können. Anders sieht dies mit einer Markise aus, da diese dauerhaft das Bild der Fassade verändert und durch die Befestigung in der Wand Veränderungen an der Bausubstanz

notwendig macht. Sowohl in die Anbringung einer Markise als auch ihre Demontage weist einige Tücken auf, über die sich Mieter und Vermieter vorzeitig verständigen sollten. Im Folgenden erfahren Sie hierzu die wichtigsten Grundlagen.

Dies ist bei der Anbringung der Markise zu beachten

Zunächst gilt: Ein Mieter wird nicht eigenmächtig eine Markise an der Fassade seiner angemieteten Wohnung anbringen können. Im Vorfeld ist der Vermieter zu kontaktieren, der ohne weitere Angabe von Gründen die Anbringung untersagen kann. Häufig wird die Sorge um die Bausubstanz als Grund hervorgebracht, was gerade bei älteren Gebäuden berechtigt ist. In anderen Fällen kommt es zur Absprache, in welcher Größe oder Farbe die Markise angebracht werden darf. So achten Vermieter im Regelfall darauf, dass die Markise dem baulichen Stil gerecht wird und keine Beeinträchtigung anderer Wohneinheiten mit sich bringt. Bei einer Erlaubnis trägt der Mieter die Kosten der Anbringung selbst.

Wie mit der Markise beim Auszug umgegangen wird

Kommt es zum Auszug aus der Wohnung, gibt es zwei Möglichkeiten. Der Mieter kann seinem Vermieter eine Übernahme der Markise anbieten, die den Wert des Wohnobjekts steigert und eine höhere Mieteinforderung ermöglicht. Der Vermieter zahlt in diesem Fall einen Preis für die Übernahme, der sich am Neupreis und dem Alter der Markise montiert. Ansonsten hat der Mieter immer das Recht, seine selbst angeschaffte Markise zu demontieren und mitzunehmen. Hat der Vermieter kein Interesse an der montierten Markise, ist eine Sanierung der Bausubstanz notwendig. Damit die Wohnung im vorgefundenen Zustand übergeben werden kann, wird sich der Mieter im Regelfall an den Sanierungskosten beteiligen müssen.

Unbedingt vertragliche Vereinbarung zwischen beiden Seiten treffen

Nicht selten sind kleine bauliche Veränderungen wie die Anbringung einer Markise der Hauptgrund für Streitigkeiten zwischen den Mietparteien. Damit diese nicht ausufern und sich ein Seite benachteiligt fühlt, ist ein schriftliches Festhalten sämtlicher Schritt unverzichtbar. Haben Sie als Mieter ein Interesse an der Anbringung einer Markise, halten Sie zusammen mit dem Vermieter alle Eventualitäten schriftlich fest. Früh lässt sich abklären, ob dieser die Markise übernehmen möchte und wie die Kosten der Sanierung verteilt werden. Falls sich Ihr Vermieter komplett uneinsichtig zeigt und die Markise verbieten möchte, bleibt ein hochwertiger und platzsparender Sonnenschirm als sinnvolle Alternative.

Ein Gedanke zu „Markise als Sonnenschutz beim Auszug abbauen?“

  1. Vielen Dank für die wertvollen Hinweise zum Anbringen von Sonnenschutz in einer Mietwohnung. Nach diesem heißen Sommer wollen wir uns jetzt auch eine Markise anbauen lassen. Ich werde meinen Vermieter gleich schriftlich über meinen Wunsch informieren.

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